Kontakt:
Obmann Wolfgang Nemetz
8293 Wörth an der Lafnitz 140

Tel.: 0664/4774915

Vorstand seit 1997

Obmann: Wolfgang Nemetz
Kapellmeister: Erich Sommer

Mitglieder

Holz & Flöte

Verena Edl
Anita Gradwohl
Susanne Pieber
Theresa Ziegler
Stefanie Edl
Bettina Spörk

Tiefes Blech & Saxophon

Thomas Pieber
Walter Liphart
Florian Ziegler
Robert Salmhofer
Matthias Salmhofer
Engelbert Preiner

Begleitung

Karin Nemetz
Josef Nemetz
Heike Nemetz
Wolfgang Nemetz

Hohes Blech

Dieter Nemetz
Erich Sommer jun.
Siegbert Wiedrich
Karl Salmhofer

Schlagwerk

Martin Taschner
Alexander Pieber
Tobias Stelzer

Chronik

Knapp an der Lafnitz - dem Grenzfluss zum Burgenland - liegt auf der steirischen Seite die kleine Gemeinde Wörth mit nur etwa 370 Einwohnern. Trotzdem herrscht hier reges Vereinsleben. Insbesondere der Musikverein unseres Ortes kann auf eine jahrhundertelange, traditions- und ereignisreiche Vergangenheit zurückblicken:

Bis Anfang des 19. Jahrhunderts, also über 200 Jahre zurück liegen die ersten Aufzeichnungen einer "Musikbanda". Freilich war die Besetzung damals anders als diese heute üblich ist. Ebenso lag die Haupttätigkeit der Musik zu dieser Zeit auf einem anderen Gebiet; nämlich in der Pflege der Kirchenmusik die zusammen mit Sängern, Klarinettisten, Hornisten, Trompetern, Posaunisten, einem Blasbassisten und Streichern ausgeführt wurde.

Als Kapellmeister fungierte meist ein Schulmeister, der gewöhnlich auch der Organist war. Der erste namentlich bekannte Leiter dieser "Musikgruppe" war der Lehrer Georg Adler (1810-1812).

Unter der Führung des Kapellmeisters Anton Resch, welcher als erster Nichtlehrer als Kapellmeister aufscheint, erlangt die "Musikbande" besondere Aufmerksamkeit:

Eien goldene Hochzeit am 11.2.1866 in Wörterberg stößt in der gesamten Umgebung auf starkes Interesse und fand große Aufmerksamkeit, da sie die erste dieser Art war. In einem vom damaligen Pfarrer Josef Sauer verfassten Protokoll wird beschrieben, nach Wörth seien noch nie solche Menschenmassen geströmt. Über die Musik schrieb er in höchsten Tönen:" Von der Anton Resch'ischen Musikbanda, wurde der Jubelzug aus Wörtherberg anher zur Kriche und retour mit Klang begleitet..."

In einem weiteren Protokoll aus dem Jarhe 1872 dankt der Pfarrer den Musikanten für die gelungene, musikalische Umrahmung. Erstmals wurden in diesem Schriftstück neben dem Leiter auch die Mitglieder namentlich erwähnt.
Unter dem Lehrer Stangl wurde im Jahr 1879 die "Musikbanda" in Musikkapelle umbenannt. dutzende Tanzunterhaltungen, Wohltätigkeitsfeste, Tagreveille (Weckrufe), Trombolen,Konzerte sowie musikalisch feierlich umrahmte Gottesdienste unterstrichen seine Liebe zur Musik und die Vielfalt seines Wirkens als Kapellmeister von Wörth.

Einer Stangls Musikschüler, nämlich Johann Gigler, dirigierte das  musikalische Geschehen von Wörth in den folgenden 12 Jahren, ehe er den Taktstock im Jahre 1888 an seinen Bruder Franz Gigler übergab.

Unter der Führung des Kapellmeisters Franz Gigler stand die Gruppe in voller Blüte. Die Kapelle, mit ähnlicher Besetzung wie auch heute und hauptsächlich weltlichem Charakter, war weit und breit beliebt und gesucht. In seinen 45 Jahren als Kapellmeister durchlebte er mit seinen Musikkollegen Höhen und Tiefen:
Während des 1. Weltkriegs waren viele Musiker gezwungen ihr Instrument gegen ein Gewehr zu tauschen. Für die Gruppe brach eine schwere Zeti an. Jahre, in denen der Spielbetrieb nur mit Aushilfen aus dem 10 km entfernten Burgau fortgesetzt werden konnte, folgten.

Der nun nicht mehr junge Kapellmeister Gigler raffte sich noch einmal auf, animierte die Jugend des Ortes, bildete sie uneigennützig in den für den Bauern freuen Nachtstunden aus und legte so den Grundstein für den Weiterbestand der Kapelle.
Unter diesen herangebildeten jungen Kräften befand sich auch der Nachfolger des Kapellmeisters, Erich Sommer. Zwar sehr jung, dafür aber umso talentierter übernahm er 1933 mit fester Hand den Taktstock und war jahrzehntelang, unermüdlich als Kapellmeister und Stabführer bemüht, damit der Musikverein Wörth an der Lafnitz mit Ehren bestehen konnte.

Mit dem Ausbruch des 2. Weltkriegs 1938 kamen die musikalischen Tätigkeiten im Ort zum Erliegen. Sowie der Kapellmeister Erich Sommer, mussten auch die meisten der Musiker einrücken. Wörth war das erste Mal ohne Musik - jahrelang.

Nur langsam konnte nach dem Krieg der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden. Nach der Rückkehr des Kapellmeisters, begann dieser die verbliebenen Musiker um sich zu sammeln. Doch so macher fehlte, kehrte nicht mehr zurück.

Es war nötig neue Kräfte heranzubilden. Unermüdlich brachte Erich Sommer der Jugend von Wörth die Musik nahe und bildete sie auch selbst aus.
So war es möglich im Jahr 1951 in Wörth das 1. Bezirksmusikertreffen des Bezirkes Hartberg beziehungsweise des Landes Steiermark abzuhalten.

Mit besonderem Stolz erfüllt nicht nur den Musikverein, sondern auch die ganze Ortsbevölkerung dei Tatsache, dass Erich Sommer von 1951 - 1957 als Bezirksobmann tätig war.

Dank seines außergewöhnlich großen Engagements kann der Musikverein auf eine ereignis- und erfolgreiche Zeit zurückblicken. Die Möglichkeit im eigenen Haus ien Probelokal einzurichten, sowie die jahrelange Pflege der Freundschaft zum MV Edelweiß Wörth am Rhein unterstreichen sein Bemühen gegenüber dem Musikverein. Eine Gedenktafel in der Grenzlandhalle erinnert an Altkapellmeister und langjährigen Bezirksobmann Erich Sommer, dem Initiator für die Errichtung dieser Festhalle.

Im Jahr 1978 übernahm sein Sohn Erich Sommer den 27 Mann starken Musikverein und gibt nun seit knapp 35 Jahren sprichwörtlich den Takt an. Während seiner Tätigkeit als Kapellmeister und Stabführer, wurde unser Musikverein pfters neu eingekleidet. Anlässlich unseres runden Geburtstages werden wir uns wiederum in neuen Trachten präsentieren.

200 Jahre MV Wörth

Zu einem 200-jährigen Jubiläum wurde in der Steiermark bis jetzt nur wenigen Musikvereinen gratuliert. Jetzt gehört auch der MV-Wörth dazu-

Viele Bücher könnte man mit den Ereignissen füllen, die in diesen 200 Jahren stattgefunden haben. Bewundernswert ist, wie diese Menschen auch die schwierigsten Zeiten gemeistert haben und den Musikverein immer wieder mit neuem Leben erfüllt haben.

Ich als Obmann kann mich nur bei all jenen, die zum Teil jahrzehntelang in unserem Verein aktiv tätig waren bedanken. Aber auch allen unseren Gönnern und Freunden sei ein herzliches Dankeschön ausgesprochen.

Festschrift, Jubiläumskonzert, Bezirksmusikfest und der normale Jahresablauf fordern von den derzeit aktiven Musikern und Musikerinnen sehr viel Einsatz und Freizeit.

Mein größter Wunsch wäre den Schwung des Jubiläumsjahres in das 3. Jahrhundert mitzunehmen und die Blasmusik noch viele Jahre in unserer kleinen Gemeinde zu erhalten.

Mit der der Hoffnung Sie bei unseren Veranstaltungen begrüßen zu können verbleibe ich herzlichst

Wolfgang Nemetz, Obmann

Partnerkapelle - Wörth am Rhein

Der Wunsch nach einem Partnerverein entstand und so wurden Inserate in diverse Musikzeitschriften gestellt. Per Brief meldete sich der Musikverein Edelweiß aus Wörth am Rhein bei Altkapellmeister Erich Sommer sen.

Dem Briefkontakt seit 1975 folgte der 1. Besuch zum 165 - jährigen Bestandsjubiläum mit 23 Gastkapellen im Mai 1976. Eine Abordnung des MV Wörth a. d. L. fuhr den Gästen aus Deutschland bis nach Mönichwald entgegen und gemeinsam reiste man das letzte Stück bis Wörth a. d. L.

Unser Dorf erschien im Festtagsgewand. Häuser und Straßen wurden mit Blumen und Fahnen geschmückt, die WörtherInnen boten Unterkunft und Verpflegung unsere neuen deutschen Freunde und ein rauschendes Musikfest wurde bei der "Maierhofermühle" gefeiert.

Der moderne Klnag der Blasmusik des MV Edelweiß lockte so viele Menschen an, dass es zu wenig Brot gab, wie Herr Müllner Johann sich noch heute erinnert. Dem wurde aber schnell Abhilfe geschafft: BewohnerInnen der umliegenden Dörfer und die Ortsbevölkerung von Wörth spendeten Brot damit das Fest weitergehen konnte.

Im Juli 1976 traten MusikerInnen und Blasmusikfreunde aus Wörth a. d. L. mit teils druckfrischen Reisepässen die 850 km lange und 14-stündige Busreise zum 1. Gegenbesuch nach Wörth a. R. an. Bis heute unvergessen sind die sich bei jeder größeren Kurve selbstständigen öffnenden Bustüren, welche manche WörtherInnen in Angst und SChrecken versetzten. Das 50-jährige Bestehen des MV Edelweiß Wörth am Rhein wurde in der neu eröffneten, 1600 Personen fassenden Halle gefeiert.

Zur Eröffnung der neuen Festhalle in Wörth a. d. L. im Jahre 1978 kamen 100 Freunde aus Wörth R. mit Bussen angereist, um dies in einem 4-Tagefest mit uns zu feiern und unsere Freundschaft zu festigen.

Zahlreiche Gegenbesuche folgten, wobei das Zusammentreffen im Juni 1983 besonders erwähnenswert ist: Ein Galakonzert veranstaltet von 4 Musikvereinen mit Namen Wörth, nämlich Wöth am Main, Wörth an der Sauer (Frankreich), Wörth am Rhein und Wörth an der Lafnitz.

Zum 5. und letzten Mal feiern unsere deutschen Freunde 1998 unter der Leitung von WErner Dübon mit uns einen besonderen Anlass: 185 Jahre MV Wörth a. d. L. und die Einweihung der neuen Uniformen.

Einige Freundschaften sind auch heute noch aufrecht und werden gepflegt. Auf jeden Fall gehört die langjährige Freundschaft der Musikvereine Wörth am Rhein und Wörth an der Lafnitz zu den schönsten Abschnitten in der 200-jährigen Geschichte des MV Wörth a. d. L.